Prokrastination und Unordnung bewältigen

Unangenehme Dinge schieben wir gerne vor uns her. Das ist sehr menschlich, manchmal auch sehr klug und auf jeden Fall sehr  verständlich! 

Wenn es aber zur Grundeinstellung wird, fast alles, was zum Alltagsleben gehört, grundsätzlich erst einmal aufzuschieben, dann kann das unangenehm werden und Probleme und Druck erzeugen. 

Viele Dinge müssen ja in unserer Gesellschaft "einfach" erledigt werden, das ist mitunter lästig, aber wir bekommen umso mehr Druck, je mehr wir versuchen sie zu ignorieren. 

In manchen Momenten scheint uns das oft der vermeintlich einfachere Weg zu sein. In Wahrheit aber verschwindet der Berg, der vor uns aufragt aber nicht, sondern er wird durch das Ignorieren und Aufschieben meist noch höher, je mehr Zeit wir verstreichen lassen.  mit der verstreichenden Zeit. 

An die Tür gehen, wenn es klingelt, die Post öffnen, Rückrufe erledigen, Emails beantworten, Ordnung machen, das Bankkonto im Auge behalten, soziale Kontakte ausmachen, Freundschaften pflegen, am Müll kurz mit der Nachbarin plaudern, morgens aufstehen, den Körper pflegen, einkaufen, sauber machen, wichtige Arzttermine ausmachen und wahrnehmen, sich an der frischen Luft bewegen, für gesunde Ernährung sorgen, Dinge tun, die uns glücklich machen, in die Natur gehen, moderat Sport treiben, schwimmen oder Rad fahren, Zeit mit dem Partner, mit Familie oder guten Freunden verbringen, lesen, Selbstfürsorge, ...  All das sind Dinge, die unser Leben schön machen. Natürlich nur in Maßen und so viel, wie es uns gut tut. Und manchmal nichts oder fast nichts davon, weil wir manchmal ganz einfach unsere Ruhe wollen und brauchen ... Nur: Wenn Vieles oder das Meiste davon gar nicht stattfindet, weil wir es vermeiden oder vor uns herschieben, dann finden wichtige Teile eines gesunden, glücklichen Lebens nicht statt. 

Manchmal brauchen wir einfach nur jemanden mit im Boot.

Manchmal nimmt die Unordnung in uns, das Chaos, die Angst, die Lähmung oder aber auch die reale Unordnung um uns herum - in unseren Angelegenheiten, Beziehungen oder aber auch noch realer, in unserem Zuhause derart zu, dass wir sie alleine nicht mehr bewältigen können. Es wächst uns also ganz real über den Kopf. 

Wenn man systematisch prokrastiniert, dann ist aber nichts "kaputt". Im Gegenteil, dann funktioniert man so, wie der Körper gelernt hat, uns zu schützen. Man tut dann nicht "nichts", sondern es ist ein Hinweis, dass das System überlastet ist und Schutz braucht. 

Coaching kann dabei unterstützen und begleiten, diese Unordnung innen und außen zu sortieren.  

Diesen alten, einst bewährten Schutzmechanismus zu erkennen, umzulenken, aufzulösen, das Nervensystem zu beruhigen und zu heilen. Und schließlich das Prokrastinieren zu bewältigen und damit den Druck zu lösen, damit freies Durchatmen wieder möglich wird -  in jeder Hinsicht. 

Prokrastination ist nicht Faulheit, sondern ein Hinweis auf Überlastung. 

Sarah Heinemann

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